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Primärtexte

Kasperle-Spiele für große Leute

Drei Kasperlestücke aus dem Nachlass Max Kommerells, zuerst 1948 erschienen und 1953 in Darmstadt uraufgeführt.

Kasperle-Spiele
für große Leute

von Max Kommerell

Das verbesserte Biribi

Der König / Prinzessin Bibi
Kasperle / Frau Schlampampe / Der Polizist
Der Tod / Der Teufel
Der Chinese / Der Zauberer
Biribi, ein Krokodil

ERSTE SZENE

Biribi allein, Laute von sich gebend. Der Polizist tritt auf und singt.

Polizist.
Ich bin der Polizist,
Ich bleibe fest.
Wer und was einer ist,
Stelle ich fest.
Ich bin die Polizei!
Der Reiche, der hoch stolziert,
Der Arme, der darbt und friert,
Madame, die sich schminkt und ziert,
Der Hausknecht, der Stiefel schmiert:
Wer auch und was er sei –
Er wird notiert. Er stößt mit dem Fuß an das Biribi.
Hoppla! Eine Person, von der der Staat nichts weiß! Grün angezogen – offenbar eine Livree. Ich notiere: Wuchs langgestreckt, Hautfarbe grün, Haare rot, Geschlecht männlich – denn es hat so felsige Züge – oder doch wohl eher weiblich? denn es verläuft in einer Wellenlinie. Ich notiere: Geschlecht zweideutig, Profil jugendlich – es lächelt im Zickzack. Jetzt will ich es ausfragen. Wie heißen Sie?
Biribi mit schrecklicher Stimme. Biribi.
Polizist. Ich höre gut. Sie brauchen nicht so zu brüllen. Ihr Beruf?
Biribi. Ungeheuer.
Polizist. Mutter?
Biribi. Biriba.
Polizist. Was tun Sie hier?
Biribi. Ich wese.
Polizist. Ihr Geschlecht?
Biribi nach einigem Stottern. Bleibt dahingestellt.
Polizist: Womit bestreiten Sie Ihren Unterhalt?
Biribi. Mit Prinzessinnen.
Polizist. Es gibt hier nur eine. Und wenn Sie die nicht bekommen?
Biribi. Wawiluwaluwatsch Wiluwhahuhu!
Polizist. Was ist denn das für eine Sprache?
Biribi. Meine Sprache.
Polizist. Buchstabieren Sie!
Biribi buchstabiert und schnappt nach jedem Buchstaben nach dem Polizisten.
Polizist. Werde höheren Ortes Meldung erstatten und nicht verfehlen anzuzeigen, daß Sie nach einer hohen Obrigkeit geschnappt haben.

Biribi, das Krokodil. Kostümskizze. Ausführung: Carola Tolkmitt. Quelle: J. W. Storck, Max Kommerell, S. 93.

ZWEITE SZENE

Der König auf seinem Thron. Polizist tritt ein.

König.
Ungeschliffener Störer meiner königlichen Stimmung! Wozu bin ich König, wenn das Um-mich nicht auf das In-mir gestimmt ist? Heute schwinge ich ein cis-moll! Der Anfang der Mondscheinsonate erklingt, wenn ich mich von meinem Thron erhebe –
Er erhebt sich etwas und sogleich ertönt das genannte Stück,
um wieder abzubrechen, sobald der König wieder sitzt.

und der Kuckuck in meiner Kuckucksuhr pfeift den cis-moll-Dreiklang. Er hat sich bei meinem Haushofmeister zu erkundigen, der immer weiß, welche Stimmung Parole ist. Draußen in der Gardarobe sind zwei Dutzend cis-moll-Pantoffeln bereit, denn der Staat ist Musik und ich will nicht, daß sich etwas zwischen das königliche Herz und die Pantoffeln meiner Untertanen dränge!
Polizist. Ich bin so außer Atem, daß ich keine Zeit hatte, die cis-moll-Pantoffeln auszuziehen. Ihro Gnaden, es liegt ein Ungeheuer in der Landschaft! Er zieht sein Protokoll heraus. Name Biribi, Hautfarbe grün, Geschlecht sächlich, Profil jugendlich. Benebst, daß es nach einer hohen Obrigkeit geschnappt hat.
König. Dieses schiene mir verzeihlich.
Polizist. Wie Ihro Gnaden befehlen.
König. Da ich heute zur milden Schwermut neige, erlaube ich dem Ungeheuer in meiner Landschaft zu liegen, bestimme jedoch, daß es sich mein Wappen auf seinen Bauch malen lasse. Da sich der Polizist räuspert. Was gibt es da zu räuspern?
Polizist. Vergaß zu melden, daß das Ungeheuer nur von Prinzessinnen lebt.
König. Was tut es aber, wenn wir ihm unsere Prinzessin nicht zu fressen geben?
Polizist. Fragte ich auch. Es sagte nur: Wawiluwaluwatsch Wiluwhahuhu.
König. Also das will es tun? Wawiluwaluwatsch Wiluwhahuhu? Was ist denn das für eine Sprache?
Polizist. Seine Sprache.
König entsetzt. Ich weiß nicht, was es ist – ich ahne nur: Es ist entsetzlich! Ich schlafe ein mit Wawilu, ich wache auf mit Waluwatsch, ich fahre aus meinem Träumen mit Wiluwahuhu. Der ganze Hof soll nachdenken, wie das vermieden werden kann. Er ist entlassen. Polizist ab. Bibi, mein Täubchen, komm!

DRITTE SZENE

Der König und Prinzessin Bibi.

Bibi.
Was denn Papa?
König. Ein Ungeheuer liegt in der Landschaft, das sich nur vom Fleische der Prinzessinnen nährt. Ich frage dich: Willst du dich etwa von ihm fressen lassen?
Bibi. Ja, Papa, von Herzen gern.
König. Warum mir diese befremdliche Antwort?
Bibi. Ich bin lebensmüde. Es ist mir recht, wenn es mich frißt.
König. Das hast du von mir geerbt. Wehe, mein Blut, mein Blut! Und warum dies, mein Kind?
Bibi. Ich bringe meine Rechnungen nicht heraus, und meine Bandfinken haben die schnelle Katrine. Was tut das Ungeheuer, wenn ich mich fressen lasse?
König. Wawiluwaluwatsch Wiluwhahuhu.
Bibi. Wawiluwaluwatsch Wiluwhahuhu!
König. Fühlst du, was das heißt, in seinem ganzen Umfang?
Bibi. Ich fühl’s. Das muß unter allen Umständen vermieden werden, daß ich mich fressen lasse, ist eine Kleinigkeit dagegen. Ich besuche jetzt den Tod, damit er mir etwas geläufiger wird.
König. Warte, ich sehe nach dem Adreßbuch. Liest vor. „Magnus Tod, Dr. nat., Knochensplittergasse 368, Hinterhaus.“ Ich schlafe ein mit Wawilu, ich wache auf mit Waluwatsch, ich fahre aus meinen Träumen mit Wiluwahuhu.
Bibi. Das muß unter allen Umständen vermieden werden.
König. Ich lasse dich ziehen, wenn auch mit Wehmut, du warst immer ein frühreifes Kind.

VIERTE SZENE

Die Wohnung des Todes. Prinzessin Bibi klopft an die Türe.

Tod.
Herein.
Bibi. Nicht war, Sie sind der Herr Tod? Ich bin die Prinzessin Bibi.
Tod. Freut mich.
Bibi. Sie sind doch zum – wenn man stirbt?
Tod. Jawohl.
Bibi. Ich wollte gern sterben. Und da wollte ich mich vorher etwas an Sie gewöhnen. Nämlich – das Ungeheuer will mich fressen. Aber Sie sind gar nicht schön!
Tod. Es ist auch nicht meine Aufgabe, schön zu sein.
Bibi. Ich meine – jetzt, wo ich Sie näher kenne, mag ich nicht mehr sterben.
Tod. Du darfst auch nicht. Ich habe keinen Auftrag.
Bibi. Wer gibt denn Aufträg?
Tod. Der Himmel.
Bibi. Da hat es also der Himmel wieder mal richtig gemacht. Aber was tun wir nur mit dem Ungeheuer?
Tod. Eben kommt der Teufel. Verstecke dich, und du wirst’s hören.
Man hört das Stampfen des Teufels, der unter folgendem Gesang aufritt.
Teufel.
Der Teufel hat Langeweil,
Weil die Leut brav worden sind.
Er hält Maulaffen feil,
Teufels Großmutter kratzt ihm den Grind.
Tod. Guten Abend, Teufel: Übrigens hast du hier nichts mehr zu suchen, da niemand mehr in die Hölle kommt. Die Bösen tut man ins Besserungsheim, und wenn sie dort hunderttausend Jahre gewesen sind, werden sie reif für den Himmel.
Teufel. Ja, nicht einmal auf die Bösen ist mehr Verlaß! Zur Zeit arbeite ich bei dem Zauberer Miraspalabras. Soll tüchtig sein, aber die Zauberer haben schlechte Aussichten; das Holz, aus dem die Zauberstäbe geschnitzt werden, ist ausgegangen. Ich warte, bis das Biribi stirbt, das alte Leckermaul. Es hat schon arg das Zahnweh, weil das Prinzessinnenfleisch die Eckzähne angreift. Jetzt wird es bald seine letzte Prinzessin gefressen haben. Ich glaube nicht, daß der liebe Gott Wert auf seine Seele legt. Ich freue mich schon. Morgen hält es seinen Fraß –
Tod. Wenn man es nicht zum Lachen bringt.
Teufel. Wieso zum Lachen bringt?
Tod. Hast du denn keine Naturgeschichte gehabt? Ungeheuer mit grüner Haut und roten Haaren fressen Prinzessinnen, bis sie jemand zum Lachen bringt.
Teufel: O, das wird schwer halten. Das Biribi ist viel zu dumm, um über irgend etwas zu lachen. Übrigens bekomme ich es so oder so. Adieu Tod!
Tod. Servus Teufel!
Der Teufel ab. Bibi kommt aus dem Versteck und fällt dem Tod um den Hals.
Bibi. Tausend Dank!
Tod. Bitte keine unangebrachten Zärtlichkeiten. Der Tod ist nicht zum Vergnügen da.
Bibi. Ach so, pardon. Einen Gruß von Papi.
Tod. Danke sehr, werde nächstens vorsprechen.

FÜNFTE SZENE

Der Chinese.

Chinese. Was die Menschen nur reden. Wahre Weisheit kommt mit wenig Worten aus. Ich brauche bloß drei Sätze, um allen alles zu sagen. Ich sage entweder: „Weiß schon alles“ oder „vielleicht auch im Gegenteil“ oder „das dürfte wohl das richtige sein“. Ich bin so weise, daß ich sonst gar nichts zu sagen brauche.
Der König klopft an und tritt herein.
Chinese. Weiß schon alles.
König verschnaufend, aufgeregt. Biribi – meine Tochter hat gehorcht – beim Tod – zum Lachen bringen – sonst frißt – wer kann da helfen? Nur der Weiseste im ganzen Land.
Chinese. Vielleicht auch im Gegenteil.
König verdutzt, dann von einem Gedanken erhellt. Aha! Also der Dümmste im ganzen Land. Das ist Kasperle. Kasperle muß Biribi zum Lachen bringen.
Chinese. Das dürfte das Richtige sein.
König. Ausgezeichnet. Ich schicke Polizei zu Kasperle, Kasperle spricht bei Ihnen vor, damit Sie ihm einen Rat geben. Ich bin Ihnen unendlich verbunden, Sie sind gescheiter als wir alle.
Chinese. Das dürfte das Richtige sein. König ab.

SECHSTE SZENE

Der Zauberer und der Teufel.

Der Zauberer.
Polokruz, polokruz!
Teufel erscheint. Zim, zim!
Zauberer. Ich liebe Bibi, liebt sie noch jemand außer mir?
Teufel. Ja, Kasperle!
Zauberer lacht gellend. Und seine Aussichten?
Teufel. Sind gut, wenn er Biribi zum Lachen bringt.
Zauberer. Kann ich das hindern?
Teufel. Du mußt sein Gelächter einfangen und tot machen.
Zauberer. Ist das ein Tier, oder so was?
Teufel. Viel, viel kleiner als ein Mäuschen – ein unsichtbares Etwas. Man hört’s nur, man sieht’s nicht, greift’s nicht – ’s ist in ihm drin.
Zauberer. Können wir es in eine Falle locken?
Teufel. Ja, wenn er schläft. Dann geht’s durch seinen offenen Mund spazieren und dringt in fremde Schlafstuben ein, kitzelt die Leute am Bauch und amüsiert sich, bis Kasperle wieder aufwacht. Dann hat es wieder Dienst. Jetzt schläft er gerade.
Zauberer. Gut, ich locke es heran, und du mach, daß du es verschluckst.
Man hört ein fernes, leises Gekicher, das näher kommt und anschwillt, die ganze Tonleiter auf und ab lacht und schließlich dröhnt, wie ein mächtiger Baß. Der Zauberer und der Teufel laufen ihm nach, wollen es mit den Händen fangen, stolpern, laufen sich selbst in die Arme, sehen in die Luft hinauf usw.
Zauberer faßt den Teufel an die Ohren. Ich hab’s, ich hab’s!
Teufel. Ach was – das bin doch ich, der Teufel.
Zauberer. Ach so, Pardon.
Teufel faßt den Zauberer an seinen Hintern. Ich hab’s! Ich hab’s!
Zauberer. Ach was, das ist doch mein Hintern!
Teufel. Oh, entschuldigen Sie, mein Allerwertester! – In der Luft ist’s, in der Luft ist’s, dicht über Ihrem Kopf!
Zauberer. Was in der Luft ist, dafür hab‘ ich einen besonderen Merks. Ich hex‘ es in mich hinein. Passen Sie auf: Jau, jau, jalu, ratz, ratz, ratz, bum. So jetzt mach‘ ich’s Maul auf und treff‘ es,
Er fängt an mit ganz hoher Stimme zu kichern und sich zu schütteln.
Teufel. Was ist mit Ihnen? Warum kichern Sie so? Ihre Stimme ist verändert. Ich kenne Sie nicht mehr. Woher diese verspätete Kindlichkeit? Und warum schütteln Sie sich so gewaltsam?
Zauberer. Ich muß, ich muß. Das Gelächter Kasperles ist in mir. Es poltert und purzelt mir durch die Därme, es zerreißt mich noch. Hihi, haha, hoho! Achtung, Achtung! Jetzt fährt’s mir hinten hinaus als ein Wind! Fangen Sie’s rechtzeitig auf, sonst geht’s durch. Er dreht dem Teufel sein Hinterteil zu. Dieser ist emsig mit Gesicht und Händen daran beschäftigt; sodann richten sich beide in die Höhe, der Teufel schüttelt sich vor Lachen. Sehen Sie, so tut das! Ich weiß wohl, daß es nicht Ihre Natur ist, so albern zu kichern.
Teufel lachend. Ich spür’s in meinen Nasenflügeln, beißender als das stärkste Kraut aus den Schnupfdosen der Hölle. Hasti, hasti! Jetzt rutscht’s mir durch den Kehlkopf – als ob ich ein paar Dutzend Heuschrecken verschläng‘. Da, da! Jetzt schüttert es hohl aus meinem Bauch. Boxen Sie es tot!
Der Zauberer nimmt einen großen Anlauf, und boxt ihm in den Bauch. Gelles Gelächter.
Teufel. Das sitzt! Es hat sich soeben totgelacht! O, o! Es ist hin, ich bin auch hin.
Zauberer wirft sich weinen über ihn. Stirb nicht, du mein unersetzlicher Liebling.
Er muß mitten im Heulen laut auflachen und wechselt ab zwischen Geheul und Gelächter.
Teufel. Was ist denn das? Mir scheint, ich bin noch da: aber ich muß sagen, das war eine sonderbare Totenklage. Ich wüßte nicht, was Sie an meinem vermeintlichen Tod zu lächern konnte!
Zauberer. Nicht ich, nicht ich. Als ich Sie umarmte, ist das Gelächter wieder in mich hineingeschlüpft. – Jetzt lacht es auf einmal so dreckig, ich weiß nicht warum. Hä, hä, hä!
Teufel. Scheußlich! Ich will es auf mein Horn nehmen, ich will es spießen.
Er nimmt einen Anlauf und rennt dem Zauberer sein Horn in den Bauch.
Zauberer umsinkend. Ich habe gelebt.
Teufel ihn beschnuppernd. Er stinkt schon, gleich nehm‘ ich ihn mit. Doch was ist das?
Sie lachen beide abwechslungsweise unbändig und in allen Tonarten; indem einer auf den andern losrennt, den andern boxt, packt, verbleut, würgt.
Zauberer. Jetzt ist’s in mir.
Teufel. Nein in mir. Da, da!
Sie rennen mit den Köpfen aneinander und sinken um. Totenstille.
Der Polizist tritt auf.

Polizist. Ich höre Stimmen. Wer sind Sie? Was singen Sie hier für ein Duett? Ist es forte, dann ist es eine Ruhestörung, ist es piano, dann ist es ein Geheimbund! Ich verhafte Sie! Keine Widerrede – oder Sie können das Übrige als Leichen sagen. Wer sind Sie? Er kommt näher, greift sie an. O je, es sind schon Leichen – und welch ein Unglück! Ich kann sie nicht feststellen. Leichen an sich sind nichts Schlimmes. Eine angemessene Zahl von Todesfällen liegt im Interesse der städtischen Verwaltung. Aber eine Leiche, die nicht festgestellt ist, das darf nicht vorkommen, solang ich im Amt bin. Ausländer sind’s, man sieh’ts an der Gesichtsfarbe. Wertgeschätzte Leichen, werdet nur einen Augenblick lebendig, damit ich eure Personalien feststellen kann! Nichts. Ach was, ich werf‘ sie ins Wasser, dann bleibt alles streng vertraulich. Es gibt keinen Staat ohne Staatsgeheimnis. Er nimmt beide Leichen unter den Arm. Sie zucken heftig. Was, Halbheiten, noch bis in den Tod hinein? Wer tot ist, ist tot. Halbtote werden hier nicht geduldet. Ins Wasser mit Euch! Die Leichen zucken wieder. Still gelegen! Fast hätte ich gesagt: Stillgestanden, ihr Leichen. Aber eine Leiche hat keinen Stand mehr, das ist klar. Deswegen gibt es da auch keine Standesunterschiede. Ich hab‘ mich also ganz richtig ausgedrückt. So, jetzt sind wir gleich am Wasser. Die Leichen zucken noch heftiger. Was zu viel ist, ist zu viel! Er stößt ihre Köpfe aneinander, bis sie sich nicht mehr rühren. Es genügt nicht, tot zu sein – es gehört auch Haltung dazu! Ich glaub‘ schon, daß auch eine Leiche mal was kitzelt. So eine Mücke, die weiß nicht, ob die Nase, auf die sie sich setzt, eine Nase des Lebens oder eine Nase des Todes ist. Aber was eine anständige Leiche ist, die beherrscht sich.
Man hört in der Forne lachen, Kasperle tritt auf. Der Teufel und der Zauberer springen auf die Füße und suchen das Weite.
Teufel. Das Lachen ist da – alles nur das nicht!
Zauberer. Die Lachpest, die Lachpest! So lange diese ansteckende Krankheit hier wütet, bleibe ich außer den Grenzen des Reiches.
Kasperle. Was war denn mit denen?
Polizist. Eigentlich sind es zwei Leichen, wenigstens waren sie’s bis dato. Aber sie benahmen sich dabei so, daß man sie unmöglich ernst nehmen konnten. Wir verlieren wenig daran, wenn sie über die Grenze gehen. Empfehle mich. Polizist ab.
Kasperle. So was ist mir noch nie passiert. Ich wachte auf und wartete wie gewöhnlich auf meinen ersten lustigen Einfall, um aufzustehen und ihn auszuführen; aber ich blieb ernst, wie eine Blutwurst. Ich erzählte mir selber die schönsten Schnurren und sah dabei in den Spiegel – aber mein Mienenspiel spielte überhaupt nicht mehr. Schließlich rasierte ich mich und machte dabei eine wahre Leichenbittermiene. Da hörte ich ganz von fern – man sollt’s nicht glauben, wenn’s nicht wahr wäre – mein eigenes Gelächter; ganz genau wie ich lache, aber aus mir draußen. Ich sah, wie mein Gesicht sich andächtig verklärte und jetzt erst gewann ich mein Gelächter lieb und wußte, was ich an ihm hatte – da’s von mir weg war, und wieder zu mir herkam. Es sprang an mir hinauf, wie ein Hundel – war das eine Wiedersehensfreude! Vor Staunen sperrte ich das Maul auf – da flog es gleich hinein, und jetzt ist’s in mir drin und rumort in mir, daß mir der Bauch wackelt. Hahaha. Noch nie war mir so lächerlich zu Mut wie jetzt, das ist grad die richtige Stimmung für’s Biribi.

SIEBENTE SZENE

Polizist und Kasperle.

Polizist.
Stillgestanden, Kasperle! Sofort Chinesen fragen, wie man Ungeheuer zum Lachen bringt. Jeden Tag, den es noch nicht lacht, bekommst du zehn hinten drauf. Habe Befehl, dir sogleich zehn im Vorschuß zu verabreichen. Achtung! Rumpfbeugen nach vor, geradeaus, das hintere Gesicht mir zugekehrt, ohne mit der Wimper zu zucken!
Er zählt ihm zehn auf, Kasperle schreit jedesmal.
Polizist. Linksum kehrt! Vorderes Gesicht mir zugewendet! Wirst du in allem dem Chinesen gehorchen?
Kasperle. Jawohl, ich will. Wo ist denn das Ungeheuer?
Polizist sehr laut. In der Landschaft.
Läßt ihn stehen.

ACHTE SZENE

Der Chinese und Kasperle.

Kasperle.
Empfehlung, alter Chinese! Du bist der Weiseste, ich bin der Dümmste. Da passen wir gut zusammen.
Chinese. Das dürfte wohl das Richtige sein.
Kasperle. Denk dir, ich soll Biribi …
Chinese. Weiß schon alles.
Kasperle. Du weißt schon alles? Das ist gut. Da brauch‘ ich mich nicht zu plagen, wo mir so das Sprechen so sauer fällt. Gelt, Chinese, wenn ich mir so ein kleines Räuschlein antrinke, dann kann ich Biribi am besten zum Lachen bringen?
Chinese. Oder auch im Gegenteil.
Kasperle. Wie – muß ich’s etwa nüchtern tun
Chinese. Das dürfte das Richtige sein.
Kasperle. O Prinzessin Bibi! Daß dem Liebsten zuliebe immer das Schwerste verlangt wird! Aber aus Liebe bleibt sogar ein Kasperle nüchtern!
Chinese eigentümlich nickend. Das dürfte das Richtige sein.
Kasperle. Ich bin wohl entlassen?
Da der Chinese immer nickt, geht er ab, folgende Verse singend.
Du alter Chinesenkopf Nun werd‘ ich armer Tropf
Machst mich ganz schüchtern! Aus Liebe nüchtern.

NEUNTE SZENE

Frau Schlampampe allein.

Schlampampe.
Wo nur mein süßer Kasperle bleibt! wären wir doch endlich verheiratet. Als Frau sehne ich mich so sehr nach einem regelmäßigeren Zustand. Aber ach, eine bange Ahnung sagt mir, es wird nichts damit. Der Planet der Liebe stand mit anderen Planeten in ungenauen Verhältnissen, als Frau Schlampampe zur Welt kam. Als Witwe wurde ich geboren, als Jungfrau werde ich sterben.
Polizist tritt ein, Kasperle daherschleppend.
Polizist. Da, Sie! Passen Sie künftig besser auf Ihren Mann auf, er ist wieder knallvoll. Hundert Ganze habe ich ihm verabreicht und nicht einen einzigen hat er gespürt. Sein Hinterteil ist in einem unbewußten Zustand. Eines muß ich sagen: So – auf Kasperle deutend – bringt man kein Ungeheuer zum Lachen.
Schlampampe. Wie soll ich denn auf ihn acht geben, wenn ich noch nicht mit ihm verheiratet bin.
Polizist. In diesem Staat wird geheiratet! Merk Sie sich das!
Er wirft Kasperle hin und geht ab.
Schlampampe ihn beobachtend. Wie süß du schnarchst im Mondenschein, o Kasper! Wie der Schlaf deine Züge veredelt! O daß es doch im Wachen ein ebenso ruhiges Leben führen würdest, wie ich es dich im Schlaf tun sehe! Warum darf ich dir meine zartesten Gefühle nur gestehen, wenn du schläfst und sie nicht hören kannst? Und dich, wenn du wach bist, nur schelten? Doch würdest du eines dieser Worte vernehmen, so wäre es mit allem meinem Einfluß auf dich vorbei. Jetzt gehe ich beiseite, um einsam in meinen Empfindungen zu schwelgen. Du könntest sonst erwachen, und ich müßte wieder deine alltägliche Schlampampe sein.
Sie geht weg, folgende Verse singend.
O! Den man liebt, zu schlagen, Ist über meine Kraft!
Sobald er wacht – O Liebe – o du blinde,
Nur wenn er schläft, zu sagen, Dem Schlafenden entdeckte,
Nur kaum, nur lacht, Dem Wachenden versteckte,
Was man für ihn empfinde, Zwecklose Leidenschaft!
Prinzessin Bibi tritt an den schlafenden Kasper heran.
Bibi. Da schnarcht er und riecht nach Schnaps! So kann er mich nicht erlösen.
Kasperle erwachend. Bist du ein Geist?
Bibi. Nein, Bibi. Trinke nicht mehr, bring Biribi zum Lachen und ich heirate dich! Ab.
Kasperle. Welche Engelsstimme hat mir gelispelt? Und gar von Heiraten! Aber was wird Schlampampe dazu sagen?
Schlampampe hereinstürtzend. Das!
Haut ihm eine herunter, Kasperle flieht.
O, daß ich ihm nie meine wahren Gefühle zeigen kann!
Biribi schleicht herein.
Biribi. Ich sah doch hier die Prinzessin hereingehen! Diese dumpfe Wohnung ist ganz erfüllt von dem Wohlgeruch ihres köstlichen Fleisches. Hier ist sie; das beste ist, ich fresse sie gleich.
Biribi frißt Schlampampe und geht ab.
Kasperle stürzt herein. Hurra, Biribi fraß Schlampampe, ich heirate Bibi.

ZEHNTE SZENE

Biribi windet sich in Schmerzen. Es seufzt schwer, während man Kasperle
von weitem lachen hört.

Biribi.
Mein Inwendiges ist in Gärung. Ein paar Prinzessinnenknochen stehen quer in meinem Bauch. Merkwürdig harte Knochen – man könnte denken, daß ich mich vergriffen habe. Doch damit trete ich mir selbst zu nahe.
Kasperle mit seinem Prügel, laut lachend.
Kasperle. Ha, ha, ha, das ist ein Einfall! Den Prügel schwingend. Mein Zahnstocher für’s Biribi! Das bingt’s zum Lachen! Ha, ha, ha!
Biribi. Er lacht und ich leide. Oder lacht er, weil ich leide? O Leben unter den Menschen! So lacht nur, wer weiß, daß ich ihn nicht fresse. Zu Kasperle. Du Elender, der du dein Leben nur meinem wählerischen Geschmack zu danken hast … fräße ich alles und wäre ich nicht Spezialist –
Kasperle. Hab‘ dich nicht so! Schlecht ist dir’s, das ist alles. Hast Zahnweh? Ich hab‘ dir ’nen Zahnstocher mitgebracht! zwängt ihm den Prügel in das Maul. Hurra, du lachst!
Biribi. Wie gründlich verkennst du mein Mienenspiel. Die Natur hat die Linien meines Mundes zu seltsamen Krümmungen verzogen, so daß ich eine Art von stehendem Lächeln habe, das nicht übel zu meiner wortkargen Feierlichkeit paßt, zumal wenn ich wie jetzt verdaue. In einer gewissen Weise lächle ich immer oder nie, nicht wie du aus dem Stegreif! Ich habe Stil. Er ist mir so zur Gewohnheit geworden, daß ich ihn gerne los wäre.
Kasperle für sich. Es ist teufelsmäßig schwer, diese steinerne Kröte zu kitzeln. Meine Schlampampe sagt immer, am lächerlichsten sei ich, wenn ich gerührt bin. Ich muß mich stark rühren. Zu Biribi. Du pfeiffst aus dem letzten Loch, ich schicke dir einen Seelsorger. Ins Publikum. Jetzt tu‘ ich mir was Schwarzes um, daß ihr’s alle wißt! Aber nicht dem Biribi sagen. Ab.
Biribi. Leider weiß ich genau, daß er selber kommen wird. Ach, würde ich nur einmal überrascht! So liege ich hier im großen Stil der Langeweile, den ich ach nur allzu gut beherrsche. Es singt in schleppendem Tempo.
Ich Krokodil Ich lernte viel
Bin ein Reptil Vom Sphinx-Profil
Von hohem Stil Am Nil, am Nil!
Nil, Nil! Wie sagt der Lateiner? Nil admirari, ja da liegt es.
Kasperle, als Beichtiger mit einer schwarzen Schärpe und verstellter Stimme.
Kasperle. Liegt dir eine geheime Schuld auf dem Magen?
Biribi mürrisch. Es muß so was sein. Bisher war ich nach dem Genuß einer Prinzessin immer aufs innigste mit mir selber ausgesöhnt. Ich sagte ich, wenn ich du sagte, in einer rein inwendigen Vermählung ohne Zeremonie. Ihre Säfte süßten mein Krokodilblut und ich befahl mir herrisch und gehorchte mir demütig im ungetrübtesten Glück, das dauerte bis zur nächsten Mahlzeit. Auch jetzt fühle ich mich zu zweien, aber das andere keift und bestreit mich aus mir selber. Vielleicht sollte ich einen Nahrungswechsel vornehmen und künftig nur noch Käsperle fressen. Sie, Herr Beichtiger, kennen gewiß einen Mann dieses Namens?
Kasperle heult laut auf. O unglückseliger Ka –
Biribi. Meinst du mich?
Kasperle. Kanarienvogel wollte ich sagen.
Biribi. Kanarienvogel?
Kasperle. Es war nur eine zärtliche Bezeichnung für Krokodil. Das mit dem Käsperle schlag‘ dir aus dem Kopf! Das sind gefährliche Burschen. Ich kenne einen, der eine verwerfliche Neigung für Prinzessinen hat. Er würde mit den dir einverleibten Personen dieses Standes gar sonderbare Tänze aufführen, und du hättest Unfug, wenn ich so sagen darf, in deinem eigenen Hause! Für sich. Himmel, schon wieder werde ich witzig, statt mich zu rühren! Ich kann mir den Druck auf deinem Gewissen nicht anders erklären, als daß du von deiner Art gelassen und eine alte Schachtel statt einer jungen Wachtel fressen hast.
Biribi für sich. Wie tief der Mann sieht! Ja, mein Magen ist mein Gewissen! Hier liegt es. Sollte er noch tiefer gesehen haben, sollte ich wirklich statt … wie, Biribi? Wenn ich’s bloß denke … schon die Möglichkeit …
Kasperle für sich. Halt! ’s ist nix. Das Viech grübelt, statt daß es lachen tut. Jetzt einen Einfall her! Ich hab’s! Zu Biribi. Sind Sie eigentlich, wenn ich offen fragen darf, männlichen oder weiblichen Geschlechts?
Biribi dumpf aufheulend. Das weiß ich nicht. Das habe ich mich noch nie gefragt. Du führst mich an den Abgrund des fürchterlichsten Rätsels.
Kasperle tritt auf mit einem Doktorhut.
Kasperle für sich. Bisher konnte ich nur zeigen, was ich gelernt habe, das war Kinderspiel. Jetzt muß ich zeigen, was ich nicht gelernt habe. Da wird’s fürchterlicher Ernst. Zu Biribi. Das, was Sie – Herr, Frau, oder Fräulein Biribi, von Natur sowieso tun, befehle ich Ihnen jetzt ausdrücklich: Liegen Sie auf dem Bauch! Ich klopfe Sie ab, das gehört zu meinem Beruf. Darum Geduld.
Während Kasperle nach jedem Klopfer mit seinem Prügel das Ohr an Biribi legt, verwendet eine kleine Zwischenmusik folgende Motive: Nach starkem Klopfen ein zorniges Fauchen, worauf Kasperle kleinlaut wird und bescheiden klopft mit mehrfachem da capo.
Kasperle. Dieser Rücken ist gegen meine feinsten Klopf- und Horchkünste gewappnet. Auf den Rücken! Den Bauch zeigen!
Wieder Musik. Nach einigem zarten Klopfen ein derber Schlag, fürchterliches Gefauche.
Kasperle. Aha, da sitzt’s! Mein Herr, Sie sind Weib, und dazu schwanger! Hebamme her, Hebamme! … Einen Augenblick, ich will nur die Hebamme holen. Im Abgehen. Ich will tun, als ob ich mit der Hebamme spräche. In Wien nennen Sie mich Laroche. Und bei den Griechen gab’s einen Mann mit einem langen Bart, der hieß La Rochefoucauld. So will ich heißen. Das macht Eindruck.
Kasperle stellt ein Scheingespräch an hinter der Szene, zwischen sich und der angeblichen Hebamme.
Kasperle unsichtbar, nach Bedarf mit natürlicher und verstellter Stimme. Heda, Frau Butterbämme! – Was denn, mein sehr geehrter Herr La Rochefoucauld? – Kommen Sie, kommen Sie, ein ungeheurer Fall! Ein Krokodil, das über sein eigenes Geschlecht nicht unterrichtet war, ist durch die Natur belehrt worden, daß es sich infolge hoher Schwangerschaft für eine Frau zu halten habe. – Was füllt Ihnen ein, Herr La Rochefoucauld? Sie muten mir zu, bei einer solchen Mißgeburt Hand anzulegen? – Keine Hebamme darf darüber grübeln, wem sie zur Geburt verhilft. Tun Sie, was Ihres Amtes ist! Denken Sie sich in die Lage dieses Tieres! Seine Losung ist: Gebären oder Verzweifeln!
Biribi für sich, nachdem es lange aufmerksam zugehöret hat. Diesmal sind es wirklich zwei!
Kasperle mit der Stimme der Hebamme. Gut, auf Ihre Verantwortung, Herr La Rochefoucauld. Obwohl mir schwant, daß das, was ich hier gebören helfe, besser drin bliebe, als herauskäme.
Biribi. Das sind echte Hebammenworte. Es ist durchaus nicht Kasperls Sprechweise.
Kasperle noch hinter der Bühne. Da ist sie schon. Ich bin jetzt nicht mehr nötig.
Kasperle tritt auf in einem Rock und redet mit der Stimme der Hebamme.
Kasperle. Da bin ich schon. Er ist jetzt nicht mehr nötig. An Biribi herumtappend. Für Krokodile, die durch den Genuß von Prinzessinnenfleisch schwanger wurden, haben wir eine ganz neue Methode – wir beschleunigen die Geburt durch Kitzeln. Kitzelt Biribi. Kille, kille, kille.
Biribi lacht tief und dröhnend. Wie’s mich lächert – ein ganzes Erdbeben! Mein Stil ist in Gefahr! Ho, ho, ho! Mein Stil!
Er speit Schlampampe aus.
Hoho, ich fraß Schlampampe statt der Prinzessin! Da lachen die Sphinxe.
Kasperle stößt einen Schreckensruf aus und vergißt dabei seine Stimme zu verstellen.
Biribi. Speiend gebar ich. Meine Geburt heißt Schlampampe und meine Hebamme heißt Kasperle! Hohoho! Mein Stil, mein Stil! Ich bin nicht mehr ich. Kasperle du hast meinen Stil gebrochen, ich bin dir verfallen für immer. Tu mit mir, was du willst.
Schlampampe. Was hab‘ ich gelitten! Zu Kasperle. Mein Herzallerliebster, heirate mich!
Kasperle. Nie und nimmer. Da dich Biribi fraß, bist du tot, und ich verfüge frei über meine Hand. Wenn es dir beliebt, jetzt einfach wieder auf die Welt zu kommen, so bist du ein neuer Mensch und hast mit der seligen Schlampampe nichts zu tun. Er erhebt dröhnend die Stimme. Biribi, heirate Schlampampe!
Biribi heult auf und will weglaufen.
Kasperle. Dageblieben!
Schlampampe. Zwar kann man das, was mit mir geschah, keine Geburt nennen, denn ich hab‘ ja schon alle meine Zähne. Aber doch magst zu recht haben, Kasperle! Ich bin nicht mehr, die ich war. Man wohnt nicht ungestraft so lange im Bauch eines andern Wesens. Da gehen Veränderungen mit einem vor, und wenn sich auch noch das Wesen, in dem seinen Bauch man wohnt, verändert, so verändert man sich erst recht. Ich spür‘ es an dem Geist, der jetzt über mich kommt und mich weissagen läßt, obwohl ich es nie gelernt habe. Ich rede mit Zungen –
Kasperle. Als ob du sonst mit was anderem geredet hättest!
Schlampampe. Laß mich! Ich kenne dich nicht! Ich rede mit Zungen: Dieses ägyptische Wüstengeschöpf hat in einer unfaßlichen seelischen Wiedergeburt seinen granitenen Ernst zu einem süßen Lächeln gedämpft. Ägyptischer Tiefsinn ward griechische Heiterkeit, und ich – ein deutsches Herz – fliege dir zu, und weiß nichts mehr von meinem vorigen Leben.
Sie versucht Biribi zu umarmen, das ihr jedoch den Schwanz statt des Kopfes hinstreckt.
Kasperle. An diesen Worten seh‘ ich, daß du nicht Schlampampe bist. Sie hatte zwar eine große Seele, aber einen beschränkten Verstand.

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