Richard Alewyn

Richard Alewyn war vielleicht der bedeutendste deutsche Philologe des 20. Jahrhunderts. „Begreifen, was uns nicht ergreift“, war seine Devise[1]Klaus Garber: Zum Bilde Richard Alewyns. München: Wilhelm Fink 2005, S. 7.. Das leicht Zugängliche, die ausgetretenen Pfade waren nicht seine Sache. Ihn interessierte das Unbekannte, Verborgene und Verschüttete der deutschen Literatur. Daher wendete er sich zuerst… Richard Alewyn weiterlesen

Hermann Pongs

Geb. 23.3.1889 in Odenkirchen/Rheinland; gest. 3.3.1979 in Gerlingen (Baden-Württemberg). Pongs studierte die Fächer Deutsch, Geschichte und Philosophie in Heidelberg (1907-1908), Berlin (1908-1909, bei Gustav Roethe und Erich Schmidt), Marburg (1909-1911 und 1912, bei Friedrich Vogt), München (1911-1912, bei Friedrich von der Leyen und Heinrich Wölfflin). Die Promotion erfolgte 1912 in Marburg über Das Hildebrandslied. Überlieferung… Hermann Pongs weiterlesen

Gefangen im Verschwörungsdenken

Der irische Historiker Brendan Simms, der am Centre of International Studies der Universität Cambridge lehrt, hat jüngst eine umfangreiche Hitler-Biographie vorgelegt, die die historiographischen Debatten über die NS-Zeit für längere Zeit stark beeinflussen dürfte: Hitler. Eine globale Biografie. Aus dem Englischen übersetzt von Klaus-Dieter Schmidt. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2020. Die Grundthese von Simms lautet: Hitlers Antisemitismus wurzele zu… Gefangen im Verschwörungsdenken weiterlesen

Goebbels-Tagebücher

Zu der von Ralf Georg Reuth herausgegebenen Edition der Goebbels-Tagebücher, die 1992 bei Piper erschien, möchte ich keine Rezension im engeren Sinne abgeben. Der Herausgeber erläutert die verschlungenen Wege der Überlieferungsgeschichte dieses einzigartigen Quellendokuments bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung sehr genau. Inwieweit diese Ausgabe noch dem Stand der Forschung entspricht, kann ich nicht sagen. Mittlerweile… Goebbels-Tagebücher weiterlesen